Für Jugendliche & junge Erwachsene
Du hast das Gefühl, alleine nicht mehr weiterzukommen, leidest unter Stress, Ängsten, Traurigkeit oder anderen Problemen? Es ist mutig und sinnvoll, sich Hilfe zu suchen. Bei uns findest du einen sicheren Ort, um über alles zu sprechen. Wir unterstützen dich dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Unsere Leistungen
Wobei wir helfen können
Wir bieten professionelle Unterstützung und Therapie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei einem breiten Spektrum psychischer und emotionaler Herausforderungen:
- Soziales Miteinander: Es fällt dir schwer, die Signale anderer zu deuten oder du fühlst dich in sozialen Situationen wie auf einem anderen Planeten.
- Chaos im Kopf: Du kannst dich kaum konzentrieren, verlierst ständig Dinge oder fühlst dich innerlich getrieben.
- Ärger & Stress: Du gerätst oft in Konflikte, hast Ärger mit anderen und weißt manchmal selbst nicht, wohin mit deiner Wut. Manchmal fliegen sogar Fäuste.
- Regeln & Grenzen: Du schwänzt die Schule, gerätst in Schwierigkeiten oder hast das Gefühl, „gegen alles“ zu sein.
- Angst & Panik: Du hast Angst vor der Schule, vor Menschenmengen oder ständige Sorgen, die dich nicht loslassen.
- Innere Zwänge: Du hast das Gefühl, bestimmte Dinge immer wieder tun oder denken zu müssen, auch wenn du nicht willst.
- Dauer-Tief: Du fühlst dich oft leer, traurig oder hast keine Lust mehr auf Dinge, die dir früher Spaß gemacht haben.
- Umbruch: Deine Eltern haben sich getrennt, du bist umgezogen oder ein wichtiger Mensch ist gestorben und du kommst damit nicht zurecht.
- Trauma: Du hast etwas Schlimmes erlebt, das dich in Träumen oder Gedanken immer wieder einholt.
- Pubertäts-Stress: Alles verändert sich und du fühlst dich mit der Situation komplett überfordert.
- Selbstverletzung: Du tust dir selbst weh (z. B. Ritzen), um Druck abzulassen oder überhaupt etwas zu spüren.
- Schlafprobleme: Dein Kopf rattert nachts so sehr, dass du nicht einschlafen kannst oder ständig aufwachst.
- Essen & Körperbild: Dein Gewicht oder dein Aussehen beschäftigen dich so sehr, dass es dein ganzes Leben bestimmt.
Akute Krisen
Kurzfristig unterstützen wir in einer Krisensituation bei schweren und akuten Belastungen.
Therapieablauf
Von der Anfrage bis zur Behandlung
Als erstes: Sprechstunden (maximal 5x)
Die Sprechstunden dienen der ersten diagnostischen Abklärung und Beratung, um festzustellen, ob möglicherweise eine psychische Erkrankung vorliegt, ob und welche spezifischen therapeutischen Maßnahmen notwendig sind.
Probatorik (maximal 6x)
Die probatorischen Sitzungen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen sowie der Diagnostik, um die Passung zwischen Patient:innen und dem therapeutischen Verfahren zu prüfen. Es wird geklärt, ob eine tragfähige Therapiebeziehung aufgebaut werden kann und welche individuellen Behandlungsziele verfolgt werden sollen. Diese Phase ist die Voraussetzung für die anschließende Beantragung einer Kurz- oder Langzeittherapie bei der Krankenkasse.
Biografische Anamnese (maximal 1x)
In der biografischen Anamnese werden die lebensgeschichtliche Entwicklung sowie wichtige prägende Ereignisse des Kindes oder Jugendlichen detailliert erfasst, um die Hintergründe der aktuellen Symptomatik besser zu verstehen. Neben der individuellen Entwicklung werden auch familiäre Einflüsse, soziale Beziehungen und schulische Erfahrungen beleuchtet, wodurch ein ganzheitliches Bild der Persönlichkeit entsteht.
Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes
In einem individuellen Behandlungsplan werden die Behandlungsziele und die dafür notwendigen methodischen Schritte zugeschnitten. Er dient als strukturierter Leitfaden, der den therapeutischen Prozess transparent macht und regelmäßig an die aktuellen Fortschritte sowie die familiäre Situation angepasst wird.
Beantragung und Durchführung der Therapie
Nach der Probatorik erfolgt die Beantragung der Therapie bei der Krankenkasse, wobei im Vorfeld festgelegt wird, ob eine Kurz- oder Langzeitbehandlung für die aktuelle Situation am besten geeignet ist. Sobald die Bewilligung vorliegt, beginnt die eigentliche Durchführung, in der in regelmäßigen Sitzungen an den vereinbarten Zielen gearbeitet wird.
Eine Kurzzeittherapie umfasst maximal 24 Termine plus 6 Termine für die Bezugspersonen. Eine Umwandlung zu einer Langzeittherapie ist möglich.
Langzeittherapie umfasst 60 Termine plus 15 Termine für Bezugspersonen. Eine Verlängerung auf 80 Termine und 20 für Bezugspersonen ist möglich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage |
Antwort |
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Ich brauche JETZT Hilfe – an wen kann ich mich wenden? |
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Was ist eine Verhaltenstherapie? |
Verhaltenstherapie ist eine Behandlung, bei der wir genau anschauen, wie Gedanken, Gefühle und Verhalten zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Kurz gesagt: Es geht darum, dass Du hilfreiche Strategien lernst, um besser mit schwierigen Situationen oder Problemen zurechtzukommen. Dabei schauen wir gemeinsam an: Was macht Dir gerade zu schaffen? (Zum Beispiel starke Ängste, Traurigkeit oder Wut) Was hält das Problem am Laufen? (Oft sind das Vermeidungsverhalten, unbewusste Gewohnheiten oder hartnäckige, negative Denkmuster) In der Therapie wird dann ganz konkret und Schritt für Schritt geübt, wie alte, weniger hilfreiche Gewohnheiten (egal ob im Verhalten oder in deinen Gedanken) durch neue, bessere ersetzt werden können. Am Anfang ist es meist etwas mühsam, aber mit gezieltem Üben wird es einfacher und du wirst dann die ersten positiven Veränderungen spüren. Das Ziel ist, dass du weißt, wie du Probleme besser in den Griff bekommst. |
Was kostet mich eine Therapie? |
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, du musst nichts bezahlen. |
Muss ich schon eine Diagnose haben, um mich zu melden? |
Nein, wir finden gemeinsam heraus, was los ist. |
Wie läuft der erste Termin ab? |
Wir klären gemeinsam den Anlass der Vorstellung. Beispielsweise was genau ist schwierig? Seit wann besteht das Problem und was wurde bisher versucht? Was sind deine wichtigsten Ziele und Wünsche? |
Muss ich dort viel reden? |
Das bestimmst du mit – wenn es zu viel wird, machen wir eine Pause oder etwas anderes. |
Was ist, wenn wir uns nicht sympathisch sind? |
Das kann vorkommen. Die ersten Stunden sind dafür da, das herauszufinden. Du musst die Therapie nicht beginnen, wenn die Chemie nicht stimmt. |
Ich schäme mich sehr – ist das normal? |
Scham, sich an fremde Erwachsene zu wenden, um eine Therapie zu versuchen, ist nicht ungewöhnlich und nachvollziehbar. Das macht niemand gerne. Es gibt auch bestimmte Themen, die peinlich sind. Wir gehen immer behutsam und langsam vor. Wenn du möchtest, kannst du in der Anfrage gern ergänzen, dass es dir nicht leicht fällt, dich zu melden. Dann wissen wir Bescheid und können das im ersten Gespräch besser berücksichtigen. |
Kann ich eine Therapie machen, ohne dass meine Eltern es wissen? |
Du kannst ab 15 Jahren auch ohne das Wissen der Eltern eine Therapie machen. Allerdings nur, wenn ihr gesetzlich versichert seid. Also beispielsweise AOK, Barmer, DAK, Techniker Krankenkasse und andere. Wenn ihr privat oder über die Beihilfe versichert seid, brauchen wir auf jeden Fall die Zustimmung deiner Eltern. |
Was bedeutet Schweigepflicht? Gilt das auch gegenüber den Eltern? |
Schweigepflicht bedeutet, dass alles, was du in der Therapie erzählst, streng vertraulich und geheim bleibt. Ich darf ohne deine Erlaubnis mit niemandem – auch nicht mit deinen Eltern – darüber sprechen. Ab etwa 14 Jahren hast du ein Recht darauf. Wichtige Ausnahme: Wenn wir beispielsweise das Gefühl haben, dass du in sehr ernsthafter Gefahr bist, dir selbst etwas anzutun, sind wir gesetzlich verpflichtet,weitere Hilfe zu holen und deine Eltern zu informieren. Das würden wir aber vorher mit dir besprechen und grundsätzlich im ersten Termin ausführlich die Regelungen zur Schweigepflicht erklären. |
Werden Eltern in die Therapie einbezogen? |
Es kann Sinn machen, deine Eltern einzubeziehen. Dies würde gemeinsam besprochen und vereinbart werden. Keinesfalls einfach so. |
Wie schnell hilft die Therapie? |
Das ist individuell: Erste Veränderungen können nach wenigen Wochen eintreten, stabilere Erfolge, oft nach einigen Monaten. Wie bei jeder Behandlung gibt es jedoch keine Garantie für einen Therapieerfolg. |
Gibt es Nebenwirkungen? |
Ja, auch eine Psychotherapie kann Nebenwirkungen haben. Häufig kommt es zu einer vorübergehenden Erstverschlechterung, da belastende Themen aufgewühlt und offen angesprochen werden. Dies kann sich durch verstärkte Traurigkeit, Unruhe oder Schlafstörungen äußern. Zudem können sich Beziehungen verändern, wenn du beginnst, neue Grenzen zu setzen oder dein Verhalten zu ändern oder anzupassen. |
Wie lange dauert eine Therapie? |
Kurzzeittherapie: 24 Stunden für das Kind + 6 Stunden für die Bezugspersonen. Langzeittherapie: 60 Stunden für das Kind + 15 Stunden für die Bezugspersonen. In der Regel finden ca. 10 Termine pro Quartal statt. |
Wie oft und wie lange findet eine Therapiestunde statt? |
Eine Sitzung dauert 50 Minuten und findet in der Regel einmal wöchentlich statt. |
Gibt es für Therapie eine Freistellung von der Schule? |
Ja. Die Senatsverwaltung hält Schulen dazu an, für notwendige Therapien Freistellungen zu gewähren. Dies ist in der Praxis der Regelfall. |
Wie nehme ich Kontakt auf? |
Schreibe einfach über das Kontaktformular. |
Was passiert, wenn ich einen Termin absagen muss? |
Eine Absage muss 48h vor dem Termin erfolgen. Anderweitig wird ein Bereitstellungshonorar erhoben. |
Kontakt
Gerne besprechen wir in einem unverbindlichen Gespräch, welche Form der Unterstützung für dich am besten passt.
Schreibe eine Nachricht wenn ein erstes Kennenlerngespräch vereinbart werden soll:
Praxisadresse
Praxis Radtke
Niemetzstrasse 11
12055 Berlin
Die Praxis ist links. Bitte bei Praxis Radtke klingeln. Ein Wartebereich ist vorhanden.
Verkehrsanbindung:
S-Bahn: S-Bahnhof Sonnenallee (450m zu Fuß)
Bus: M41 – Haltestelle Sonnenallee (550m zu Fuß)
Bus: 171 – Haltestelle Niemetzstrasse (150m zu Fuß)
Autobahnanschluss A100 – Abfahrt Sonnenallee (1km)